Im Dezember hat sich der Französischkurs J11 mit digitalen Medien und neuen Entwicklungen im Unterricht beschäftigt. Durch Zufall haben wir von einem Wettbewerb gehört, der sich mit der Künstlichen Intelligenz beschäftigen sollte. Das Ziel war, eine Rede über die Gefahren und Chancen der KI zu formulieren. Sollte die Rede gut sein, würde man nach Stuttgart zum Endausscheid eingeladen. Also starteten wir „Just aus fun“ oder einfach „easy“, wie die Schüler es aus Spaß beschrieben. Doch relativ schnell wurde klar, dass dies eine sehr große Herausforderung war. Wie sollte die Rede aufgebaut werden, wie könnte sie spannender sein, wie kann man ungefähr 7 Minuten Redezeit aufschreiben und welche Informationen sind wirklich wichtig.

Drei Schüler der J11, Zara Salman, Kristian Krastel und Valentin Rapp, arbeiteten über mehrere Wochen an den Reden. Sie probierten viel aus und am Ende stand dann ein fertiges Produkt. Wir schickten es ab und nun war alles offen. Vielleicht hoffte der eine, dass er nicht angenommen werde und der andere das Gegenteil?

Ungefähr drei Wochen später kam dann sonntags eine überraschende Antwort, alle drei Schüler waren eingeladen. Valentin und Kristian wurden ausgewählt, ihre Reden vor einer Jury beim Finale im Regierungspräsidium Stuttgart vorzustellen. Nun stieg der Blutdruck.

Am Mittwoch, den 18.03. war es dann so weit. Wir fuhren nach Stuttgart, ohne genau zu wissen, was auf uns alles zukam. Vor Ort wurden wir sofort empfangen und lernten einige Anwesende kennen. Der Organisator war AMOPA, eine Organisation, die sowohl die deutsch-französische Freundschaft wie auch sehr gute Schüler beider Länder fördert. Insgesamt gab es 12 Reden von französischen und deutschen Schülern aus dem Elsaß und ganz Baden-Württemberg. Kristian und Valentin trugen ihre Reden souverän durch. Dies war sehr beeindruckend, da die Jury aus mehr als zehn Personen bestand, zusätzlich noch Gäste und Vertreter der Politik zuhörten. Es bedurfte viel Mut!

Nach einer Pause mit Kennenlernspielen wurden die Preise vom Konsul Frankreichs in Stuttgart und dem Staatsminister Schebesta überreicht. Jede/r hatte gewonnen, da nur wenige eingeladen wurden und es eine große Ehre war, vortragen zu dürfen. Kristian und Valentin erhielten je eine Auszeichnung für ihre Teilnahme und ein Geschenk.

Auf der Rückfahrt stellten wir alle fest, dass dies eine tolle Erfahrung war. Vielleicht kommen wir im nächsten Jahr wieder, dann findet die Veranstaltung aber in Frankreich statt.

(Frank Ehrler)