Kennenlerntage der fünften Klassen im Monbachtal

Kennenlerntage der fünften Klassen im Monbachtal

Die Eltern der Klassen 5a und 5b haben uns zum Pforzheimer Hauptbahnhof gebracht. Von da an sind wir mit der Bahn ins Monbachtal gefahren. Als Begleitung waren Frau Eisner, Frau Stamwitz, Frau Guthmann und Herr Kramer dabei. Bei den Ferienhäusern hat Erik uns zu unserer Unterkunft gebracht. Unsere Nachbarn waren Ziegen und Hühner. Wir durften noch nicht sofort in unsere Zimmer gehen, da sie noch geputzt wurden.  Mit der 5b haben wir zusammen ein Kennenlernspiel gespielt. Danach waren fast alle im Ziegengehege.  Beim Mittagessen aßen wir Spaghetti Bolognese und für Kinder mit Allergie wurde ein Extraessen zubereitet.  Bei den Zimmern gab es fast überall ein Hochbett. Wir hatten 2er bis 4er Zimmer und überall ein Badezimmer mit Klo und Dusche. 

(Julia, Elias, Alina, Ben)

  

Es gab sehr leckeres Mittagessen, danach durften wir in unsere Zimmer gehen. Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, sind ein paar Kinder raus gegangen und ein paar sind in ihrem Zimmer geblieben. Bei den zwei Automaten konnte man Eis und Süßigkeiten kaufen. Wir hatten einen tollen Spielplatz zur Verfügung. Zum Abendessen gab es Frikadellen, Brot, Salat und Belag. Nach dem Abendessen haben wir einen Spieleabend veranstaltet, wir haben spannende Spiele gespielt.

(Ben, Sophia, Felix, Zoe)

Das erste Frühstück  Es gab ein großes Buffet, dort konnte man sich Toastbrot toasten und Brötchen schmieren. Zum Beschmieren durfte man Nutella, Marmelade und Honig nehmen. Hart gekochte Eier, Wurst und Käse gab es auch. Die meisten Kinder hatten sich morgens warmen Kakao gemixt, manche tranken auch Orangensaft oder Wasser. Immer wenn man das leckere Essen verspeiste, sollten anschließend fünf Kinder, für den nächsten Speisegang, den Tisch putzen. Danach deckten sie noch die Tische.

Die Schnitzeljagd

Wir sind kurz nach dem Frühstück losgelaufen. Es gab sechs Teams. Wir sind dann in den Wald gelaufen. Es gab viele Stationen, zum Beispiel die Aufgabe, sich nach der Größe zu ordnen. Leider kamen nicht alle ans Ziel, da es zeitlich nicht reichte. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht.

(Sara, Laurin, Lena, Carlotta, Finja)

Zum Mittagessen gab es Schupfnudeln mit Fleisch und frischem Salat. Nach dem Essen sind wir auf unsere Zimmer gegangen und spielten lustige Spiele. Danach sind wir runter zum Minigolf gegangen, wir haben viele Punkte geschossen. Es machte sehr viel Spaß! Wir freuten uns schon auf die Siegerehrung! Im Anschluss liefen wir wieder hoch und waren gespannt, wer wohl die Schnitzeljagd gewinnt. Als Belohnung kriegten wir alle Süßigkeiten: Traubenzuckerketten und -armbänder. Lollis gab es auch. Anschließend durften wir wieder auf unsere Zimmer, wo wir uns schon auf das Abendessen mit dem anschließenden Lagerfeuer und Stockbrot freuten.

(Linnea, David, Marie, Tim, Sara)

Das Abendessen war sehr lecker. Es gab immer Tee und Brötchen mit Wurst und Käse. Nach dem Essen sind wir nach oben gelaufen zu den Zimmern. Alle haben für eine halbe Stunde unsere Handys bekommen und wir konnten unsere Familienmitglieder anrufen. Dann sind wir mit Taschenlampen zum Lagerfeuer gelaufen. Es war sehr dunkel und kalt aber am Feuer war es warm. Die beiden Klassen haben später von den Lehren Teig für das Stockbrot bekommen. Der Teig wurde um einen Stock gewickelt und über dem Feuer gebacken. Das Stockbrot war lecker und heiß. Am Ende sind wir wieder hoch gegangen in unsere Zimmer und sind dann sehr schnell eingeschlafen. 

(Jerry, Emely, Ben, Sarah)

  

Der Mittwoch begann wieder mit Frühstück. Man kann seine Brötchen selbst belegen außerdem kann man sich sein Müsli selber mischen. Danach mussten wir schon wieder packen und das Zimmer aufräumen. Nachdem wir damit fertig waren, bekamen wir wieder unsere Handies zurück, gingen vor und warteten auf den Zug. Nach der Zugfahrt sind wir in den Bus umgestiegen. Als wir dann wieder in der Schule waren, hatten wir Medientage. Es war ein toller Ausflug.  

 (Tim, Pia, Mara, Maurice)

Eis-Ausgabe der SmV

Eis-Ausgabe der SmV

Die Sommerferien rücken immer näher und genau deshalb gab es am 21.07.21 in der Mittagspause kostenloses Eis für alle von der SmV. Alle Schüler und Lehrer haben sich sehr über die Abkühlung an diesem warmen Tag gefreut. Die SmV plant solche Aktionen in Zukunft öfters.

(Nele Köhler, 10a)

Genussvoll Spanisch lernen

Genussvoll Spanisch lernen

Unser Spanisch Lehrer Herr Dill, machte uns den  Vorschlag gemeinsam spanische Gerichte zu kochen, natürlich waren wir alle dabei. Zusammen setzten wir die Idee am 19.07.2021 um, Herr Dill, Herr Wieler unser Koch an der Schule und wir, die Spanischklasse des achten Jahrgangs nahmen sich dafür Zeit. Mit bereits gekauften Zutaten trafen wir uns nach der Schulzeit in der schul-eigenen Küche. Die Schüler teilten sich in verschiede Gruppen auf und übernahmen jeweils einen Gang, Vorspeise, Hauptspeise oder Dessert. Während der Zubereitung filmten wir die einzelnen Schritte und kommentierten diese auf Spanisch, so das zum Schluss ein kurzer Film entstand. Bei Fragen in der Küche stand uns Herr Wieler beim Kochen/Backen hilfsbereit zur Verfügung. Nach circa einer Stunde Arbeitszeit waren alle Gerichte Salat, (ensalada), Tapas, Tortillas, Backkartoffeln (patatas bravas), Tacos, Churros und verschiedene Cocktails servierbereit. Anschließend aßen wir gemeinsam das appetitliche, selbst zu bereitete Menü in der Mensa.

Ich kann für uns alle sprechen, wenn ich sage das wir die gemeinsame Zeit genossen haben. In dieser lernten wir spanische Speisen und Spezialitäten kennen, wir kochten und probierten sie. Mit Spaß lernten wir dazu und erweiterten unsere Sprachkenntnisse.

(Viola Rein, 8a)

Freibadbesuch in Bad Liebenzell

Freibadbesuch in Bad Liebenzell

„Schiller Gymnasium geht baden“

Die Klasse 6b des Schiller Gymnasiums hat den Tag des mündlichen Abiturs genutzt, um mit unseren Lehrern Herr Dill und Frau Bruder ins Freibad Bad Liebenzell zu gehen. Dort hatten wir das Freibad fast für uns alleine. Wir waren aber nicht nur plantschen, einige haben auch die Chance genutzt, ein oder mehrere Schwimmabzeichen zu machen. Von Seepferdchen bis Silber waren alle Abzeichen dabei. Eine tolle Leistung unserer Klasse.

Nach dem Schwimmen hatten wir noch viel Spaß auf der großen Rutsche oder beim Tischtennisspielen. Die Freibad Pommes, sowie ein Eis, durften natürlich nicht fehlen.

Für alle war das ein sehr schöner erfolgreicher Tag.

(Mia Winterstein, 5b)

Smilla Bettinger: Nachts in New York

Smilla Bettinger: Nachts in New York

Wie jeden Abend nach meiner Arbeit als Kommissar im Polizeirevier begab ich mich auf meinen nächtlichen Spaziergang durch die New Yorker Innenstadt. Es war fürchterlich kalt. Ich durchquerte den Central Park. Alles war düster, nur einige wenige Stellen waren von hohen, etwas alt aussehenden Straßenlaternen beleuchtet.

Alles schien wie immer, dennoch fühlte ich, dass etwas nicht stimmte.

Ich war alleine, weit und breit keine Menschenseele zu entdecken. Um diese Uhrzeit begab sich kein Normalsterblicher freiwillig in den Park.

Ich ging an einem der kleinen Seen vorbei, als mich plötzlich ein mulmiges Gefühl erfasste. Ich blickte mich um und sah am Ufer des Wassers eine menschliche Gestalt. Ich näherte mich und stellte mit Erschrecken fest, dass es der leblose Körper eines jungen Mannes war. Mitten im Central Park eine Leiche!

Sein Name war Matthew Brown, so stand es im Personalausweis, den ich neben ihm in einer kleinen dunkelblauen Brieftasche fand. Er war 21 Jahre alt. Auf dem Ausweisbild hatte er dunkelbraune, lockige Haare und smaragdgrüne Augen. Meinen Beobachtungen nach müsste er Sportler gewesen sein. Er trug ein lilafarbenes Footballshirt, die Farben des Footballteams der NYU, mit der Nummer 10. Seinem Studentenausweis zu Folge war er Teil des Teams und studierte an dieser Universität.

Das zuvor noch violette T-Shirt war nun eher rot. Alles voller Blut. An seiner Brust waren deutliche Einstichwunden erkennbar.

Ich griff zu meinem Handy und verständigte meinen Kollegen Blake. Ich hasste dieses Gerät und jegliche Anrufe von ihm. Es hatte die unnütze Eigenschaft, einen zu jeder Uhrzeit aus seinem wohlverdienten Schlaf zu reißen.

Ich hasste nicht nur Handys, nein, auch tote Leute. Am Ufer eines Sees liegend, nachts um zwölf, durch mehrere Messerstiche zu sterben, muss fürchterlich sein. Dennoch habe ich mich dafür entschieden, für diese Menschen Gerechtigkeit zu fordern.

Ich stand für einige Minuten da, war wie gelähmt. Ich weiß nicht, ob es nur wegen der bitteren Kälte war, oder weil ich gerade den leblosen Körper eines jungen, attraktiven Mannes vor mir sah.

Blake traf einige Minuten später ein. Ich konnte seinen schockierten Gesichtsausdruck trotz der Dunkelheit erkennen. Ich wies ihn auf die kleine Brieftasche hin, die direkt neben der Leiche lag. Sie war der einzige persönliche Gegenstand, den wir in seiner unmittelbaren Nähe entdeckten.

Solange die Spurensicherung noch nicht eingetroffen war, machten wir uns auf die Suche nach weiteren Objekten. Heutzutage trägt doch jeder Jugendliche ein Mobilgerät mit sich. Wir suchten in kleinen kahlen, aber auch größeren, dicht bewachsenen Büschen. Unter Bäumen, auf dem vom Tau noch nassen Gras, bis Blake ein Handy fand. Er machte es an. Auf dem Hintergrundbild war das Mordopfer, umarmt von einer hübschen Frau. Sie hatte blondes Haar und trug ebenfalls ein Footballshirt mit der Aufschrift „Brown“. Ihr Name war Olivia – das verrieten uns die unzähligen verpassten Anrufe auf dem Sperrbildschirm. Die letzte Datei war eine Sprachaufnahme von 23:36 Uhr, vermutlich kurz vor dem Mord aufgenommen.

Ich drückte auf den erdigen Bildschirm, um die Audioaufnahme zu starten. Man hörte rascheln, offensichtlich war Matthew auf der Flucht. Eine kurze Zeit das Schnaufen des Opfers, schließlich eine raue, tiefe Männerstimme. Hektisches Gerede. Abgehackte Drohungen, dann wieder erneutes Schweigen.

Plötzliche Schreie ertönten aus den schlammigen Lautsprechern. Kurz danach Röcheln und sich immer weiter entfernende Schritte.

Matthew hatte instinktiv als Beweis für den Angriff die Audioaufnahmetaste gedrückt. Ob er da schon wusste, welch schreckliches Schicksal ihn erwartete?

Ich stand nun schon eine Stunde an diesem furchtbaren Tatort. Es wurde von Minute zu Minute kälter, ich konnte meinen Blick nicht von dem Jungen lassen. Andauernd fragte ich mich, welches Motiv der Mörder hatte, einen solch unschuldig aussehenden Mann zu töten.

Kurz vor eins trat endlich die Spurensicherung ein. Wir erzählten ihnen von dem Handy und der Tonaufnahme. Den Tatort sperrten sie mit gelben Absperrtape ab, untersuchten jeden Millimeter. Stunden vergingen, das Gras taute und die Morgenröte erschien hinter den Bäumen. Wir hatten jeden Busch und Baum durchsucht, doch wir waren erfolglos.

Ich entschloss mich nach Hause zu gehen – ich brauchte Zeit für mich.

In meinem gemütlichen Apartment in Manhattan angekommen, versuchte ich zu frühstücken, doch ich bekam nicht einen Bissen hinunter. Dieser arme Student ging mir nicht aus dem Kopf. Irgendwie hatte ich das Gefühl, wir hatten etwas übersehen. Rastlos entschloss ich mich noch einmal in den Park zu gehen und alles bei Tageslicht abzusuchen. Ich ging zu dem See, an dem ich den von blutüberströmten Matthew gefunden hatte. Auf den ersten Blick sah alles so gewöhnlich aus, doch unweit des Ufers glänzte etwas. Ich zog Schuhe und Socken aus. Das Wasser war fürchterlich kalt. Schon nach einigen Sekunden spürte ich meine Beine nicht mehr, die eisige Kälte ließ mir das Blut in meinen Adern gefrieren. Doch das war mir egal. Ich zog den metallenen Gegenstand mit Handschuhen heraus und fand somit endlich die vermeintliche Mordwaffe – ein langes Küchenmesser mit hölzernem Griff. Sofort stieg ich in mein Auto und fuhr in das Polizeirevier. Dort angekommen eilte ich zu Blake. Gemeinsam brachten wir das Messer dem Labor, das brauchbare DNA-Spuren sicherstellen konnte.

Danach ging alles sehr schnell: die Datenbank spuckte den Namen Lucas Johnson aus. Er war ebenfalls 21 Jahre alt, Teil des Footballteams der NYU und stand schon früher mit dem Gesetz in Konflikt.

Nach einem stundenlangen Verhör brach er endlich sein Schweigen, als er die Memo-Aufnahme hörte. Das Mordmotiv? Neid. Lucas wollte, wie Matthew, Quarterback sein, doch hatte nie wirkliche Chancen seinen Rivalen zu übertreffen. Sein Traum war es, so zu sein wie sein Trainingspartner – dasselbe Ansehen, seine Freundin und Stellung im Footballteam. Wie tief diese Eifersucht bloß sitzen musste, um einen anderen zu töten? Darüber grübele ich immer noch nach und dies wird mich auch ein Leben lang begleiten.  

So endete dieser kühle Novemberabend für mich mit einer raschen Aufklärung, ein wenig Genugtuung, aber großem Wehmut ob dieser unnötig grausamen Tat.

Auch im Sommer, als die Enten fröhlich auf dem See rumplätscherten, Kinder voller Freude mit ihren Eltern picknickten, schaute ich immer wieder unweigerlich auf den Ort, an dem ich einst den leblosen Körper eines unschuldigen Jungen fand.

Smilla Bettinger, 9b

Kaya Gregor: Wie das Corona-Virus mein Leben verändert hat

Kaya Gregor: Wie das Corona-Virus mein Leben verändert hat

10,..9,..8,..7,..6, jeder wünscht sich den Countdown für das Beenden der Corona-Pandemie herbei. Wie es so vielen anderen ergangen ist, dafür reicht meine Phantasie nicht, deshalb möchte ich festhalten, wie es mir widerfahren ist.

Jeden Tag sterben Menschen oder sind infiziert. Man hat Angst, dass man das Virus vielleicht schon selbst hat, die Eltern oder die Freunde. Es kann jeden treffen. Es kann überall passieren. Beim Einkaufen, beim Besuch der eigenen Freunde, in der Schule, bei der Arbeit. Niemand weiß, wie lange es noch geht, wie lange man noch zuhause bleiben, im Online-Unterricht sitzen und täglich Aufgaben machen muss. Wir wissen nicht, wie lange wir das noch durchmachen müssen.

Die Maske ist zu einer völligen Normalität geworden. Für mich ist alles kahl, die Straßen sind leer, keine Konzerte, keine Festivals, keine großen Veranstaltungen. Im März 2020 hat diese riesengroße Last, die uns nun immer noch begleitet, begonnen. Silvester kam und es war 2021. Ich dachte, es wird mein Jahr, doch alles stellte sich anders heraus als gedacht. Alles begann mit harmlosen fünf Wochen, da wusste ich noch nicht, was mich alles erwarten würde. Es war wie eine Lawine für mich, die uns alle überwältigt hat. Ich habe sogar Halluzinationen bekommen, dazu auch gewisse, fragwürdige Träume.

Es ist geschehen, als ich nach draußen auf die Straßen geschaut hatte und daraufhin merkte, wie sehr mir meine Freunde fehlen, die Kontakte, die Menschen, mit denen ich so sehr harmonierte. Ich war traurig und irgendwann bin ich eingeschlafen, um einen Weg aus meiner momentanen Lage zu finden.

Irgendwie war es so, dass ich die vielen Tiere gesehen habe, die unter uns Menschen leiden, die in den letzten Jahren immer verzweifelter geworden sind wegen der Umweltverschmutzung, weil die Menschen die Wälder abgeholzt haben, weil sich am Südpol das Klima so drastisch verändert, dass sie heimatslos geworden sind, und das alles nur, weil die Menschen auf der ewigen Suche nach Profit keine Rücksicht mehr genommen haben, auf die anderen Bewohner, die Tiere dieser Welt, keine Rücksicht mehr auf deren Lebensraum nehmen.

Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich wach bin oder ob meine Augen geschlossen sind. Ich merke eigentlich nur, dass ich einsam bin.

Eigentlich wollte ich ja nur der momentanen Situation entkommen. Auf jeden Fall sah ich die Ratlosigkeit der Tiere, die einfach in ihrem Lebensraum gelebt haben.

In dieser Stimmung, der Verzweiflung, meldeten sich die Fledermäuse. Sie fingen an, hin und her zu flattern, um auf sich aufmerksam zu machen. Eine fing an, auf ihre Art und Weise den anderen verständlich zu machen, dass ihre Maßnahme die Menschen vielleicht zu einem Innehalten bewegen könnte. „Was können Fledermäuse schon bewirken?“, Raunte es unter den anderen Tieren. „Wir haben etwas!“, sagten und flatterten die Fledermäuse. Sie flogen umher und versuchten sich an Bäume und anderen Gegenständen ihre Umgebung festzuhalten. Als sie sich schließlich alle beruhigt hatten, lüfteten sie ihr Geheimnis. „Wir tragen ein kleines Geheimnis in uns, ein Virus, den wir an die Menschen weitergeben könnten. Damit die Erde zum Stillstand kommt und alle anderen Tiere und weiteren Lebewesen wieder atmen und das Gefühl nach Freiheit erspüren können. Dass die Menschen innehalten, dass die Fabriken schließen, dass die Menschen zuhause bleiben müssen. Dass die Flugzeuge am Boden bleiben. Dass die Menschen ihren Bewegungsradius einfach einschränken, dass wir ungestört wieder in unseren Lebensräumen sein können.“

Ein plötzliches Geräusch der Klingel riss mich aus dem Schlaf. Ich ging zur Tür und öffnete dem Postboten, der vor lauter Angst auf Ansteckung, ein Paket vor die Haustür gelegt hatte. Er winkte mir von weitem zu und fuhr weiter in die unendliche Weite der Corona-Landschaft. Ich ging zurück in mein Zimmer und da lief noch eine unglaublich eindringliche Musik, die mich zuvor so nachdenklich gemacht hatte. Das war die Musik, die mich davongetragen hatte. Ich stellte die Musik ein bisschen leiser, um mir die Zusammenkunft der Tiere nochmal vorzustellen. Was ist nur aus uns geworden? Corona nimmt uns schon so lange gefangen. Aber vielleicht haben die Tiere, durch die Aktion der Fledermäuse wieder einen Teil ihrer Freiheit erlangt, nach der wir uns so unglaublich sehnen. Ich werde den Gedanken der Fledermäuse nicht mehr los. Jetzt, wo ich wieder aus dem Traum erwacht bin, wünsche ich mir nichts sehnlicher als dass die Fledermäuse, die uns diese Bewegungslosigkeit eingebrockt haben, zurückkommen. Um all die Coronaviren und ihre Verwandten, die gefährlichen Virusvariationen, genannt Mutationen, an sich zu nehmen. Und uns auf diese Art und Weise von diesem Stillstand und dieser Bewegungslosigkeit befreien.  Es heißt doch eigentlich, dass man einen Versuch macht, einen Versuch, der uns Menschen nicht nur zum Nachdenken zwingt, einen Versuch, der uns zeigt, dass wir auch dann, wenn wir die Krankheit haben, unser Dasein und unser Leben verändern müssen, um im Einklang mit der Natur, der Umwelt und uns Menschen leben zu können.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Fledermäuse durch die Verbreitung der Viren viele Menschen auf dem Gewissen haben, die qualvoll sterben oder leiden mussten, darunter auch Menschen, die gar nicht an der Umweltverschmutzung beteiligt waren. Deshalb hoffe ich, dass es außer der Impfung vielleicht auch bald eine Corona-Pille gibt, die uns schützt und den Horror des letzten und dieses Jahres vergessen lässt.

Kaya Gregor, 9b