Die diesjährige Projektwoche der sechsten Klassen bot den Schülerinnen und Schülern ein abwechslungsreiches Programm mit vielen praktischen Erfahrungen. In verschiedenen Projekten standen handwerkliches Arbeiten, Nachhaltigkeit, Sicherheit, Medienkompetenz und die Stärkung der eigenen Persönlichkeit im Mittelpunkt.
Den Auftakt bildete der Besuch des Weltladen Pforzheim. Als Fairtrade-School ist es dem Schiller-Gymnasium ein wichtiges Anliegen, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung des Fairen Handels näherzubringen. Im Weltladen erfuhren die Kinder, unter welchen Bedingungen Produkte hergestellt werden, warum gerechte Löhne und nachhaltige Produktionsweisen wichtig sind und wie jede und jeder durch das eigene Konsumverhalten einen Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit leisten kann. Der Besuch ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Projektwoche der sechsten Klassen und vermittelt anschaulich, wie Nachhaltigkeit im Alltag gelebt werden kann.
Ein besonderes Highlight war der Vogelhausbau. Mit viel Geschick, Geduld und Teamarbeit entstanden zahlreiche Vogelhäuser, auf die die Kinder sichtlich stolz sein konnten. Doch mit dem Bau allein ist das Projekt noch nicht beendet: Ein Teil der Klasse 6b hat sich bereits Gedanken über geeignete Standorte gemacht. Gemeinsam mit dem Ortsvorsteher von Büchenbronn werden diese nun abgestimmt, sodass die Vogelhäuser schon bald einen passenden Platz finden und einen Beitrag zum Naturschutz leisten können.
Ebenso erfolgreich abgeschlossen wurde das Projekt Katastrophenschutz. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig Vorbereitung und richtiges Handeln in Notfallsituationen sind. Besonders beeindruckend war der Besuch der Rettungshundestaffel, die anschaulich zeigte, wie Suchhunde vermisste Personen aufspüren und welche wichtige Rolle sie im Bevölkerungsschutz übernehmen. Im anschließenden Erste-Hilfe-Kurs konnten die Kinder grundlegende Maßnahmen kennenlernen und selbst praktisch üben. So erhielten sie wichtige Kompetenzen, die im Ernstfall Leben retten können.
Ein weiterer Baustein der Projektwoche widmete sich dem Thema Medienkompetenz. Gemeinsam mit JUUUPORT nahmen die Schülerinnen und Schüler am Workshop „Status: online – Wenn das Internet zur Sucht wird“ teil. Dabei setzten sie sich altersgerecht mit ihrem eigenen Medienverhalten auseinander und beschäftigten sich mit Themen wie Internetsucht, bewusster Mediennutzung und digitaler Selbstkontrolle. Ziel war es, den Kindern einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln.
Ein besonderes Anliegen war auch die Förderung von Selbstbewusstsein und Sicherheit im Alltag. In Kooperation mit der Sportschule KWAK nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem Sicherheitstraining teil. Anders als bei einem klassischen Kampfsportkurs standen hier Prävention, Selbstbehauptung und soziale Kompetenzen im Mittelpunkt. Durch Rollenspiele, Übungen zur Körpersprache und Strategien für Konfliktsituationen lernten die Kinder, Gefahren frühzeitig zu erkennen, klare Grenzen zu setzen und selbstbewusst aufzutreten. Ergänzt wurde das Training durch einfache Selbstverteidigungstechniken für den Notfall. Gleichzeitig wurden Werte wie Fairness, Respekt, Empathie und Rücksichtnahme gestärkt.
Die Projektwoche zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann. Ob beim Einsatz für Natur- und Artenschutz, beim Fairen Handel, im Katastrophenschutz, im verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien oder beim Sicherheitstraining – die Schülerinnen und Schüler sammelten wertvolle Erfahrungen und entwickelten wichtige Kompetenzen für ihren Alltag.
(Kristin Ehrler)