Auch in diesem Jahr hieß es wieder: Köpfe rauchen lassen statt Taschenrechner zücken! Beim Känguru-Wettbewerb der Mathematik stellten sich insgesamt 67 Schülerinnen und Schüler des Schiller-Gymnasiums den kniffligen Aufgaben – darunter beeindruckende 20 Teilnehmende aus der Kursstufe.
Der Känguru-Wettbewerb ist alles andere als ein gewöhnlicher Mathetest. Hier geht es nicht nur um Formeln und Rechnen, sondern vor allem um kluges Kombinieren, kreatives Denken und manchmal auch um den berühmten Geistesblitz. Genau das macht den Wettbewerb so besonders: Während einige sich über unerwartete Erfolgserlebnisse freuen können, kommen echte Mathe-Talente voll auf ihre Kosten und finden spannende Herausforderungen. Organisiert wird der Wettbewerb zentral vom Verein Mathematikwettbewerb Känguru e.V. an der Humboldt-Universität zu Berlin – durchgeführt wird er jedoch direkt an den Schulen. So wurde auch bei uns am Schiller-Gymnasium wieder fleißig geknobelt, und zwar am traditionellen „Kängurutag“, dem dritten Donnerstag im März. Innerhalb von 75 Minuten galt es, altersgerechte Aufgaben zu lösen, die oft ein Schmunzeln, manchmal aber auch ein Stirnrunzeln hervorriefen.
Mitmachen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 13 – vorausgesetzt, es finden sich mindestens 15 Mutige an der Schule. Dass diese Hürde am Schiller-Gymnasium locker genommen wurde, zeigt die erneut hohe Teilnehmerzahl. Das Startgeld von 2,50 Euro pro Person wurde – wie bereits in den vergangenen Jahren – von der Fachschaft Mathematik übernommen. Dadurch soll möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme ermöglicht werden – auch denen, die vielleicht zunächst zögern, Geld für einen Mathewettbewerb auszugeben. Oft zeigt sich nämlich erst beim Mitmachen, wie spannend und abwechslungsreich die Aufgaben sind – und nicht selten sind es genau diese ersten Erfahrungen, die dazu motivieren, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
Besonders schön zeigte sich in diesem Jahr auch, dass Mathematik nicht immer nur „im Kopf“ stattfindet: Einige Schülerinnen und Schüler kamen bei einer Aufgabe mithilfe von Schere und Kleber auf die richtige Lösung – ein Perspektivwechsel, der für große Freude sorgte. Auch ein Zirkel erwies sich an der ein oder anderen Stelle als hilfreiches Werkzeug. Manchmal braucht es eben einfach einen neuen Blickwinkel und den Mut, über den Tellerrand hinauszuschauen. Und natürlich geht niemand leer aus: Alle Teilnehmenden erhalten eine Urkunde, ein kleines Knobelspiel sowie die Broschüre „Mathe mit dem Känguru“. Für die Besten winken zusätzlich tolle Preise wie Spiele, Bücher oder Experimentierkästen – also genau das Richtige für alle, die auch nach dem Wettbewerb nicht genug vom Knobeln bekommen können. Diese Preise werden traditionell am letzten Schultag vor den Sommerferien in der Aula während der Schülervollversammlung überreicht.
Eines steht schon jetzt fest: Der Känguru-Wettbewerb hat auch dieses Jahr wieder gezeigt, dass Mathematik alles andere als langweilig ist. Wir freuen uns schon jetzt auf viele neue kreative Lösungswege im nächsten Jahr!
(Carmen Bien)