„Hallo meine Lieben…!“ – mit genau solchen oder ähnlichen Einstiegen beginnen heute viele Werbevideos auf Social Media. Innerhalb weniger Sekunden soll Aufmerksamkeit erzeugt, Interesse geweckt und im besten Fall sogar ein Kaufimpuls ausgelöst werden. Doch wie funktioniert Werbung eigentlich im digitalen Zeitalter? 

Mit genau dieser Frage beschäftigten wir uns im Wirtschafts-Leistungskurs im Unterricht bei Herrn Ermis. Im Rahmen der Unterrichtseinheit zum Thema Marketing setzten wir uns intensiv mit dem sogenannten Marketing-Mix auseinander, der die Grundlage jeder erfolgreichen Vermarktungsstrategie bildet. Unter dem Marketing-Mix versteht man die optimale Kombination der vier Marketinginstrumente, den sogenannten „4 Ps“: Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik (englisch: product, price, placement, promotion). Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Kommunikationspolitik – genauer gesagt auf dem Influencer-Marketing. In einer Zeit, in der klassische Werbung immer häufiger übersprungen oder ignoriert wird, gewinnen persönliche Empfehlungen und authentische Geschichten auf Social-Media-Plattformen zunehmend an Bedeutung. Influencer vermitteln Produkte nicht nur – sie erzählen Geschichten. Und genau diese Geschichten bleiben im Gedächtnis. Um das theoretische Wissen praktisch anzuwenden, teilten wir uns im Kurs in vier Gruppen auf. Jede Gruppe entschied sich für ein eigenes Produkt, das mithilfe eines selbst erstellten Werbevideos vermarktet werden sollte. Dabei schlüpften wir selbst in die Rolle von Influencern und versuchten, typische Werbestrategien aus sozialen Medien nachzuahmen. 

Die erste Gruppe befasste sich mit der Vermarktung eines Autos und setzte dabei auf eine persönliche Ansprache sowie emotionale Argumente. Die zweite Gruppe entwickelte kreative „Dopaminstöpsel“, die als Lösung gegen Stress und Reizüberflutung im Alltag beworben wurden. Eine weitere Gruppe entschied sich für innovative Boxhandschuhe mit integrierter Kühlfunktion, die vor allem Sportlerinnen und Sportler ansprechen sollten. Die vierte Gruppe setzte auf die Vermarktung eines Haarsprays und arbeitete mit klassischen Beauty- und Stylingversprechen, wie man sie aus Influencer-Videos kennt. 

Alle Gruppen versuchten dabei, nicht einfach nur ein Produkt vorzustellen, sondern eine möglichst einprägsame Geschichte zu erzählen, die den Nutzen des Produkts verdeutlicht und eine emotionale Verbindung zur Zielgruppe herstellt. Innerhalb weniger Schulstunden entstanden so kreative, humorvolle und teilweise sehr realitätsnahe Werbeclips. 

Wie diese verschiedenen Marketingideen letztendlich umgesetzt wurden und wie überzeugend die einzelnen Werbevideos geworden sind, könnt ihr euch im folgenden Video selbst ansehen. 

(Julian Rost und Hans Lehner (J12))