Kurz vor Ende des Schuljahres unternahmen die beiden 8. Klassen im Rahmen des Französisch-Unterrichts vom 20.07.-24.07.2026 eine abwechslungsreiche Exkursion in die französische Region Grand Est, die aufgrund ihrer ereignisreichen deutsch-französischen Geschichte und den damit verbundenen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen einen besonderen Charakter aufweist. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrkräften, Frau Geib, Herrn Hascher und Herrn Hofmann. 

Das erste Ziel der fünftägigen Reise war die malerische Stadt Colmar an der elsässischen Weinstraße im Westen der Oberrheinischen Tiefebene. Bereits auf der geführten Stadtbesichtigung konnten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Eindrücke von der erstaunlichen Architektur der Fachwerkhäuser gewinnen und den außergewöhnlichen Charme der von der Lauch durchflossenen Altstadt auf sich wirken lassen. Zusätzlich erhielten sie vielfältige Informationen zu Gebäuden, zentralen historischen Ereignissen sowie zum wohl berühmtesten Sohn der Stadt, Frédéric-Auguste Bartholdi (1834-1904), dem Erbauer der amerikanischen Freiheitsstatue. Danach blieb noch genügend Zeit, um die verwinkelten Gassen mit ihren zahlreichen Souvenirläden selbstständig zu erkunden. 

Nach einem gemeinsamen Abendessen in einem traditionellen elsässischen Restaurant in Sélestat fuhr die Gruppe am Dienstagmorgen mit dem Reisebus der Firma Müller-Reisen an den Ostrand der Vogesen und besichtigte das Château du Haut-Koenigsbourg, die zu den bekanntesten Touristenattraktionen der Region gehört. Von der mächtigen Burganlage aus, die ursprünglich im 12. Jahrhundert erbaut worden war und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf Befehl des deutschen Kaisers Wilhelm II. restauriert wurde, wanderten die Schülerinnen und Schüler zur „Montagne des Singes“, einem Freiluftgehege, in dem rund 300 Berberaffen leben. Gegen Abend erreichte die Reisegruppe nach gut zweistündiger Busfahrt die Stadt Metz, den zweiten Exkursionsstandort der Tour. 

Am Mittwoch beinhaltete das Programm zwei ganz unterschiedliche Aktivitäten: Nach der von den Schülerinnen und Schülern im Vorfeld der Exkursion im Unterricht vorbereiteten Stadtführung durch die Hauptstadt des Départements Moselle, folgte die Besichtigung des Fort Hackenberg, eine der größten Bunkeranlagen der Maginot-Linie in der Nähe der Gemeinde Veckring. Die weitgehend unterirdische Festung wurde, zunächst noch unter Regie des damaligen Kriegsministers André Maginot (1877-1932), aufgrund der zunehmenden Bedrohung durch den deutschen Nachbarstaat in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts in nur wenigen Jahren errichtet.  

Ein besonderes Highlight der Abschlussfahrt stellte sicherlich auch der Besuch im Nachbarland Luxemburg am Donnerstag dar. In der gleichnamigen Hauptstadt angekommen, erfuhren die Schülerinnen und Schüler von ihrer Stadtführerin zahlreiche Details und Anekdoten über die einzigartige Geschichte dieses mitteleuropäischen Kleinstaates und dessen besondere Rolle innerhalb der europäischen Integration. 

Die Reise in die beiden Nachbarländer ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, neben der praktischen Anwendung der französischen Sprache auch zahlreiche Einblicke in die bewegte europäische Geschichte zu erhalten und den Wert eines freundschaftlichen Verhältnisses zwischen Nachbarstaaten zu verinnerlichen. 

(Rebecca Geib, Volker Hascher, Julian Hofmann)