Häufig wird der Spruch geäußert, dass man aus der Geschichte lernen soll. Auch im Unterricht der Klasse 9 nutzen Schüler diesen, um ihre Meinung zu begründen. Bevor die Klasse 9a&b in diesem Schuljahr in das ehemalige Konzentrationslager gefahren sind, haben wir erst einmal diskutiert, ob dies notwendig bzw. sinnvoll sei. Am häufigsten wurde der schon bekannte Spruch genannt, es gab aber auch Schüler, die der Überzeugung waren, dass dies nichts mit Ihnen zu tun habe. Wieso solle man also diesen Ort anschauen, es sei doch alles lang vorbei. Warum soll mich dies überhaupt interessieren? Viele Meinungen trafen aufeinander.
Am Mittwoch, den 22. Juli starteten wir dann, um uns vor Ort einen Eindruck zu machen. Alle Schüler waren anwesend und es gab eine hohe Erwartungshaltung. Wie könnte das Lager „in Wirklichkeit“ aussehen? Wie groß wird es sein?
In der Gedenkstätte führten unsere Geschichtslehrer Herr Reigber und Herr Ehrler jeweils ihre Klassen. Es wurde das Lager, die Gedenkstätte wie auch das moderne Dokumentationszentrum besucht. Viele Schüler waren durch den historischen Ort beeindruckt und konnten einiges gar nicht fassen. Allein die Situation in den Baracken mit den hölzernen Schlafgestellen war unbegreiflich. Aber auch die Sondersituation des einzigen Konzentrationslagers auf französischer Seite interessierte die Klassen. Nach etwas mehr als drei Stunden verließen wir dann wieder den Ort und jeder konnte sich nun eine eigene Bildung bilden, ob diese Exkursion einen Anstoß gegeben hat. Interessant war es allemal.
(Geschichtslehrer 9a&b)