Am Montag, den 17.03.25, hatten die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftskurse J 11 die einmalige Gelegenheit, am Planspiel „Macro“ teilzunehmen. Unter der fachkundigen Leitung von Lehramtsstudentin Marie Strasser erlebten sie vier intensive Stunden voller wirtschaftspolitischer Entscheidungen, strategischer Abwägungen und spannender Diskussionen.

Beim Planspiel „Macro“ sollten die Teilnehmenden vor allem lernen, wie Wirtschaft funktioniert und wie wichtig Interaktion zwischen den verschiedenen Akteuren ist. Das Spiel ist so aufgebaut, dass die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt wurde, die jeweils ein eigenes Land repräsentierten: Armackia und Euckenien. Innerhalb der Länder wurden wiederum Kleingruppen gebildet, die die verschiedenen Sektoren der Volkswirtschaft übernahmen. Diese vier Sektoren umfassten: Haushalt, Unternehmen, Staat und Notenbank. In den Sektoren wurden entscheidende Fragen behandelt: Wie hoch soll der Konsum der Haushalte sein? Wie wird der Lohn verhandelt? Wie können der Einkommens- und Gewinnsteuersatz sowie ein ausgeglichener Haushalt im Staatssektor erreicht werden? Der Notenbanksektor beschäftigte sich mit der Steuerung des Zinssatzes und der Geldmenge, um die Inflation zu regulieren. Diesen Bereich übernahm Marie Strasser persönlich.

In den gut 20-minütigen Runden mussten die Teams Verhandlungen führen und strategische Entscheidungen treffen. Jede kleine Veränderung hatte Einfluss auf das gesamte System, was eindrucksvoll aufzeigte, wie eng die einzelnen Bereiche miteinander verbunden sind. Das Planspiel führte den Schülerinnen und Schülern die Parallelen zur Lebenswirklichkeit in Wirtschaft und Politik vor Augen. Die Verbindung der Sektoren und die intensive Zusammenarbeit machten deutlich, dass allein kaum etwas erreicht werden kann. Jede Entscheidung hatte langfristige Folgen, zum Beispiel im Hinblick auf die Inflation und das Verhalten der Haushalte.

Marie Strasser leitete das Planspiel mit großer Begeisterung und sorgte dafür, dass Theorie und Praxis optimal miteinander verbunden wurden. Die Schülerinnen und Schüler hatten so die Möglichkeit, ihr ökonomisches Wissen in realitätsnahen Situationen anzuwenden und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen hautnah zu erleben. Es wurde intensiv diskutiert, kalkuliert und argumentiert. Einige Teams legten besonderen Wert auf soziale Gerechtigkeit, während andere verstärkt auf wirtschaftliches Wachstum setzten. Am Ende des Planspiels stand nicht nur die Erkenntnis, dass wirtschaftliche Entscheidungen oft komplexer sind als sie auf den ersten Blick erscheinen, sondern auch der Stolz darauf, gemeinsam Herausforderungen gemeistert zu haben. Beide Wirtschaftskurse danken Marie Strasser für ihr Engagement und die gelungene Organisation dieses lehrreichen Nachmittags.

(Kristin Ehrler)