Annette von Droste-Hülshoff im Literaturkurs

Annette von Droste-Hülshoff im Literaturkurs

Schülerinnen der J 11 aus dem Literaturkurs erweckten Annette von Droste-Hülshoff, Autorin der "Judenbuche", in einer szenisch gestalteten Biographie zum Leben und präsentierten diese ihren Mitschülern.
In einem Gespräch mit ihrer (fiktiven) Nichte Klara (Kristin Mehrkens) erzählt "die Droste" (Anna Drabarek) aus ihrem bewegten Leben, dem Versuch, sich aus den Standesfesseln zu befreien, und von ihrer unglücklichen Liebe zu Levin von Schücking. Der Blick ins Fotoalbum der Familie und Originalzitate (vorgetragen von Mara Heinold) veranschaulichten die beeindruckende Darstellung, die bei allen Schülern großen Anklang fand.

Vorlesewettbewerb der Klassen 6, 7 und 8 – Englisch

„I love books. I like that the moment you open one and sink into it you can escape from the world, into a story that’s way more interesting that yours will ever be.” (Elizabeth Scott)

Vielleicht sind es solche Gedanken, die uns immer wieder ein Buch aufschlagen lassen. In jedem Fall geben Bücher einem jeden Menschen so vieles; von dem man lernt, auf das man zurückblickt oder über das man nachdenkt und auch lacht. Dies nahmen wir nun erstmals zum Anlass, auch in Englisch einen Vorlesewettbewerb für die Klassen 6 bis 8 anzubieten und waren positiv überrascht, wie viel Interesse die Schülerinnen und Schüler zeigten und auch  mit wie viel Engagement sie daran teilnahmen.

Am 11.07.2014 war es für die beiden 8. Klassen, die 8b und 8c, soweit. Karina Heintz, Thea Ruf, Henriette Gust und Victoria Ungerer-Benz lasen eindrucksvoll aus ihren selbst ausgewählten Büchern („The Fault in Our Star“, „A Street Car Named Bob“) vor und stellten Autor/in, Handlung sowie ihre eigenen Leseeindrücke auf Englisch vor. Hierbei wurde der erste Platz – nach schwerer Urteilsfindung aufgrund der insgesamt tollen Leistungen – durch unsere Jury Frau Koller, Herrn Dill und Herrn Vester an Henriette Gust vergeben. Den zweiten Platz belegte Victoria Ungerer-Benz.

Die Klassen 6 und 7 stellten durch jeweils zwei Vertreter/-innen jeder Klasse ihre Leseleistungen vor einem gespannten Publikum vor. Für die Klasse 6a traten Katinka Bentner, Nils Funke und Anne-Sophie Schenkel an, die Klasse 6b wurde durch Sara Kroslid, Daniel Grube und Carolin Arres vertreten. Beispielsweise wurden „The 4 Detectives“ oder „Fun with Robin Hood“ vorgestellt. In den 6. Klassen wurde der erste bis dritte Platz durch unsere Jury Frau Baur und Herrn Vester an Carolin Arres, Daniel Grube und Anne-Sophie Schenkel vergeben. Die Klasse 7a wurde durch Elin Schmidt, Emma Schwarz und Aline Helfrich vertreten und die Klasse 7b durch David Grosse, Fabian Bub und Daniel Schnabel. Beliebte Bücher dieser Stufe waren beispielsweise „The Body on the Beach“. Der erste bis dritte Platz wurde durch unsere Jury Frau Koller, Frau Krause und Herrn Vester an Emma Schwarz, David Grosse und Aline Helfrich vergeben. Alle Sieger/innen erhielten neben einer Urkunde noch einen Büchergutschein der Buchhandlung Mumm in Pforzheim.

Mit diesem schönen Schuljahresabschluss im Bereich der Fachschaft Englisch bleibt nur noch eines zu sagen: „The more that you read, the more things you will know. The more that you learn, the more places you’ll go.” (Dr. Seuss) – Schöne Sommerferien!

Bericht: F. Koller

Endlich Flugtag in der Modellbau – AG!

Endlich Flugtag in der Modellbau – AG!

Unglaublich,  was man alles zum Fliegen bringen kann, wenn ein paar Grundregeln beachtet werden. Das sogenannte Einfliegen der neuen Gleitflieger ist der krönende Abschluss der Bauphase. Für die Schüler der Modellbau – AG ist es ein erhebendes Gefühl, wenn das erste eigene Flugmodell am Ende des Schuljahres sauber auf der benachbarten Wiese unterhalb des Schiller-Gymnasiums fliegt. Dennoch ist die Spannung der jungen Flugzeugbauer groß, denn die exakte Bauweise der einzelnen Exemplare entscheidet sehr wohl über Länge und Dauer des Fluges.

 Auch wenn der Reutlinger Hersteller der Flugmodelle den Bausatz erst ab 12 Jahre empfiehlt, klappt der oft erste Kontakt mit dem klassischen Flugmodellbau bereits ab der fünften Klasse recht gut, selbst auch dann, wenn beim einen oder anderen Schüler krankheitsbedingt einige Stunden ausgefallen sind. Da die Schüler die Baukästen selbst gekauft haben, tragen sie die Ergebnisse stolz nach Hause. Schließlich bietet sich in den Sommerferien die eine oder andere Gelegenheit, den Gleitflug experimentell weiter zu verbessern, denn die Folienbespannung ist sehr stabil und die Holzbauweise lässt sich sehr gut reparieren.

(Höf)

Schullandheim der Klasse 9a an der Nordsee

Schullandheim der Klasse 9a an der Nordsee

Am Sonntagmorgen, dem 06.07.14 um 8.30 Uhr ging die Fahrt nach St. Peter-Ording los.
25 Schüler/Schülerinnen mit Frau Lais und Herrn Bechler standen pünktlich und voller Neugier auf die kommenden Tage am Pforzheimer Bahnhof.

Nach der langen Zugfahrt kamen wir dann endlich an, die Begeisterung für Zimmer und Ort hielt sich anfangs noch in Grenzen, was sich jedoch bald änderte.

Am Montag starteten wir mit einer Führung im Westküstenpark, bei der wir einen Einblick in das Seehundleben bekamen und erschreckende Dinge über die Bedrohung der im Meer lebenden Tiere durch den zunehmenden Plastikmüll erfuhren.

Nachmittags ging es dann mit einer Wattführung weiter. Jeder hatte seinen Spaß und die Wattschlacht begann.

Den Dienstag verbrachten wir auf Fahrrädern, die wir die Woche über gemietet hatten. Als der Regen kam, alle nass wurden und das Gemotze  groß wurde, entschlossen wir uns, die vorgesehene Radtour abzubrechen und umzudrehen.

Am Abend verbreitete sich die Fußballstimmung, alle waren im WM-Fieber.

Mittwochs hatten wir Zeit, die Stadt und die herumliegenden Geschäfte näher anzuschauen, und gingen anschließend eine Weile an den Strand.

Den Abend beendeten wir gemeinsam in den Dünenthermen, wo wir viel Spaß an den Rutschen hatten. Auch hier wurden die Lehrer dazu animiert mitzumachen.

An unserem letzten Tag, dem Donnerstag, ging es an den Strand, wo wir den Vormittag über segelten. Es funktionierte und bereitete allen große Freude, vor allem die Jungs fanden hieran Gefallen. Dennoch gab es den Einen oder Anderen, der sich hierbei verletzte.

Anschließend genossen wir die Freizeit bis gegen Abend. Diesen verbrachten wir abseits der Jugendherberge, einige gingen mit Herrn Bechler in die "Seekiste", um Fisch zu essen, andere mit Frau Lais in eine Pizzeria.

Zum Schluss gab es für alle noch ein Eis.

Als wir zurück wollten, bemerkten wir, dass ein Fahrrad fehlte, und die Suche begann, bis wir schließlich die Polizei informieren mussten.

Am nächsten Tag war es leider wieder so weit, wir machten uns auf den langen Heimweg.

Es war eine sehr schöne und lustige Zeit, die wir sehr genossen haben und so schnell nicht mehr vergessen werden. Auch die Lehrer waren zu vielem bereit.

Jederzeit würden wir diese Reise erneut antreten.

Kim Faßbender & Kim Kantenwein

Mr. Smiley im Dino-Valley:

Mr. Smiley im Dino-Valley:

Am 9. Juli 2014 durften die fünften und sechsten Klassen des Schiller-Gymnasiums Pforzheim eine englische Zeitreise in die Welt der Dinosaurier erleben. Der Schauspieler Reiner Anding sorgte mit zahlreichen fantasievollen Accessoires für gute Unterhaltung, indem er durch humorvollen Einsatz seines Materialtheaters die Zuschauer immer wieder zum Lachen brachte.

Dabei beginnt die Geschichte des Stückes im Dorf „Dino-Valley“, einem Ort, welcher Dreh- und Angelpunkt für Konflikte der Dinos wie auch der Menschen untereinander wird.

In der Mitte der Handlung erfolgt die tatsächliche Zeitreise: man wird viele Millionen Jahre zurückversetzt, um beobachten zu können, wie Godzillas – eine japanische saurierähnliche Monstererfindung – in das Land der Dinos hereinbrechen und dort versuchen durch die Verdrängung der ursprünglichen Dino-Bewohner Macht zu erlangen. Nur durch guten Zusammenhalt der Dinos untereinander können die Godzillas letzten Endes geschlagen werden.

Ein ähnliches Schicksal widerfährt den Dorfbewohnern, während ein lästiger Großindustrieller namens Mr. Smiley das ganze Dorf als Kapitalanlage betrachtet und auf Grund eines bereits vorhandenen Dino-Museums alles in einen gigantomanischen Sauriervergnügungspark verwandeln möchte. In einer Art modernen David-und-Goliath-Konfliktes bricht ein 16-jähriger Teenager dem Kapitalisten ein Rotorblatt von dessen Privathelikopter ab und demonstriert damit, dass man eben mit Macht und Geld doch nicht alles anstellen kann, was einem beliebt: verärgert über die Sabotage verlässt Mr. Smiley am Ende das Dorf und das Sauriermuseum bleibt dem Dorf als echte Perle ohne erdrückende Tourismushorden erhalten.

Die Schüler erlebten einen schönen und anregenden Vormittag, an dem sowohl Englischkenntnisse erweitert werden konnten sowie moralische Fragen des menschlichen Zusammenlebens zur Diskussion standen.
Bericht: A. Bergemann

Jugend trainiert für Olympia.Golf

Jugend trainiert für Olympia.Golf

Die Golfmannschaft des Schiller – Gymnasiums Pforzheim Wettkampfklasse III/IV (Jahrgang 1999-2002) belegte beim Landesfinale Baden-Württemberg einen tollen zweiten Platz. Das Wettspiel wurde am 25.6. beim Golfclub Hetzenhof (Lorch) ausgetragen.

Diesen Erfolg für das Schiller-Gymnasium sicherten: Luisa Grosse, Paul Friederich, Lennart Mayer und Dominik Koch. Der Sieger Kepler – Gymnasium Leonberg (Schulleiter unser ehemaliger Kollege Roman Peters) hatte nur 1 Punkt mehr und damit einen einzigen Schlag weniger gebraucht.

Bereits beim Vorentscheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe waren unsere Schüler in bestechender Form und konnten sich für die nächste Runde qualifizieren. Dadurch verbesserten sich die sog. Handicaps der Schüler und sie mussten für dieselbe Punktleistung absolut gesehen besser spielen. Beim Landesfinale schaffte das Team tatsächlich die Punktleistung vom Vorentscheid exakt zu wiederholen – ein nicht für möglich gehaltenes Ergebnis. Der Nachwuchs für unser Team in Wettkampfklasse I/II ist auf dem Vormarsch.

Helmut Hoffmann

Bild: von links: Luisa Grosse, Paul Friederich, Lennart Mayer, Dominik Koch

Erfolgreiche Staffeln beim City-Lauf 2014

In diesem Jahr traten nach zweijähriger Pause wieder Schülerinnen und Schüler bei den Staffelläufen der Schulen im Rahmen des traditionellen Citylaufs in Pforzheim an. Mit vier Teams stellte das das Schiller-Gymnasium einer der stärksten Mannschaften beim diesjährigen Wettbewerb.

Die Innenstadt bot eine prächtige Kulisse. Fast konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie bei einem großen Wettkampf fühlen. Hunderte von Zuschauern feuerten die Teams an. Lautsprecherdurchsagen und eine professionelle Moderation schufen eine motivierende Atmosphäre. Auch boten die Schiller-Teams dank der schönen Laufshirts, die Nicole Kälber von der Firma Intersport auf der Wilferdinger Höhe zur Verfügung gestellt hatte, einen tollen Anblick.

Auch mit den Ergebnissen  konnten die Schiller-Teams durchaus zufrieden sein.  Betreut von den engagierten Sportlehrerinnen Helena Gläser und Stefanie Krause erreichte ein Team mit dem 2. Platz sogar das Siegerpodest  bei den Läufen der Klassen 5 und 6.

Die weiteren beiden Mannschaften in dieser Altersgruppe platzierten sich auf dem 9. und 14. Rang. Die Staffelläuferinnen und -läufer der Klasse 7 erreichten einen guten 7. Platz.

Mit dabei waren:

Team1 (Klasse5/6): Laura Jung, Ann-Sophie Sauer, Anne-Sophie Schenkel, Sue-Malie Schweizer, Luis Hascher, Julian Wiß, Sebastian Rülke, Jan Eberle.

Team 2 (Klasse 5/6): Caroline Arres, Sophia Gößner, Kim Nikolai, Julia Visel, Nic Tusch, Silvan El Jebouri, Niclas Hermann, Niklas

Team 3 (Klasse 5/6): Luisa Mlinzk, Luisa Grosse, Lara Kälber, Sara Kroslid, Dominik Koch, Maximilian Beck, Moritz Kälber, Lukas Kasper.

Team 1 (Klasse 7/8): Christina Rigger, Antonia Krause, Julie Bizien, Julia Eitel, Jannick Bauer, David Grosse, Martin Ripberger, Felix Dippold, Jule Schäfer, Patrick Hänle.

Rose und Georgi

Der Ochse auf der Löwenhochzeit, so der neue Titel einer spannenden Reise durch das Land der Fabeln, gesungen und musikalisch dargeboten von Rose und Georgi. Beide Künstler sind am Schiller-Gymnasium alte, gern gesehene Bekannte, die schon seit Jahren für die Schüler der Klassen 5 – 8 ihr Programm sehr unterhaltsam und pädagogisch einfühlsam vorstellen. Fabeln von Lessing, La Fontaine, Wilhelm Busch begeisterten die Fünfer und Sechser so sehr, dass sie mitklatschten und am Schluss nach Zugaben riefen.

Für die Klassen 7 und 8 wurden zeitgenössische und klassische Balladen „spitzbübisch und musikalisch brillant“ aufbereitet. Balladen führen leider oft ein Schattendasein. In der Absicht, etwas dagegen zu tun, sind Rose und Georgi in die Schatzkammer deutscher Balladen hinabgestiegen und fündig geworden. Auch dieses Programm wurde von den Schülern mit großer Freude angenommen.

Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Herzlichen Glückwunsch an alle unsere Abiturientinnen und Abiturienten zum bestandenen Abitur

Bei der Abiturfeier am Schiller-Gymnasium konnte Schulleiter Paul Müller mit einer Durchschnittsnote von 2,4 ein hervorragendes Gesamtergebnis verkünden.

Alle Abiturientinnen und Abiturienten haben das Abitur bestanden:

Marie Busch, Lisa-Marie Daub, Luisa Dieckmann, Kay Essig, Francesca Göpfarth, Richard Görnitz, Anna Celia Große, Christian Hauff, Constantin Heel, Max Heimerdinger, Tim-Niklas Henning, Carolin Kälber, Jennifer-Justine Kirsch, Maximilian Knab, Marcus Köhler, Adrian Lauterbach, Vincent Manthey, Vincent Mayer, Axel Metzger, Patrick Mössner, Steffen Mrugalla, Benedict Müller, Annsophie Mürle-Thür, Sophie-Annabell Näher, Stefanie Reinhard, Jessica Roth, Philipp Ruibat, Maja Schäfer, Charleen Scheuermann, Selina Schlafer, Laura Schmidt, Kristin Rachel Scholtz, Jasmin Steidl, Franziska Stenzel, Dominik Vögele, Juliane Wagner, Nina Wiskandt.

Mit einem Notendurchschnitt von 1,2 erzielten Maja Schäfer und Annsophie Mürle-Thür die besten Abiturergebnisse und erhielten damit den großen Schulpreis. Weitere Preise für hervorragende Gesamtleistungen erhielten Jennifer-Justine Kirsch (1,4), Francesca-Marie Göpfarth (1,5) sowie Selina Schlafer (1,5).

Den Scheffelpreis für hervorragende Leistungen im Fach Deutsch erhielt Jennifer-Justine Kirsch. Ebenso bekam sie einen Preis für hervorragende Leistungen im Fach Mathematik.

Auszeichnungen für besonderes Engagement bei kulturellen Veranstaltungen der Schule überreichte Schulleiter Paul Müller an Franziska Stenzel und Nina Wiskandt.

Unternehmergespräche am Schiller-Gymnasium:

Unternehmergespräche am Schiller-Gymnasium:

„…Man muss seinem Gegenüber immer ein bisschen mehr geben, als dieser erwartet.“ Weise Worte eines erfahrenen Mannes. Wiestaw Kramski, Gründer der Kramski GmbH, ist gemeinsam mit Andrea Katz, der Gründerin des Marktforschungsinstituts Katz, beide im Schiller-Gymnasium Pforzheim zu Besuch. Im Rahmen des Projektes „Unternehmergespräche“, initiiert vom Steinbeis-Innovationszentrum Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim, stellen sie sich den Fragen der Schülerinnen und Schülern zu den Themen Existenzgründung, Unternehmensführung und Vereinbarkeit von Familie und Karriere.

Im Gespräch mit der Tochter

Die „Unternehmergespräche“ erlebten mal wieder eine Premiere: Zum ersten Mal musste sich einer unserer Gäste nicht nur vor mehr oder weniger fremden Schülerinnen und Schülern präsentieren, sondern auch dem eigenen Nachwuchs – Frau Katz stand unter anderem ihrer eigenen Tochter „Rede und Antwort“. Das Ganze machte die Geschichte jedoch nur noch spannender: So kam beim Thema „Vereinbarkeit von Familie und Karriere“ die Meinung der Tochter unterstützend hinzu, die Mutter schaffe „den Spagat“ sehr gut.

Andrea Katz ist Diplom Betriebswirtin und genießt die freie, selbständige und unabhängige Arbeit sehr – ob in Projektteams, mit freien Mitarbeitern und Kooperationspartnern oder auch mal alleine. Dass Sie keine festen Mitarbeiter und damit hohe Fixkostenblöcke hat, empfindet sie als Erleichterung: „So kann ich es mir erlauben, in projektfreien Zeiten auch mal 4 Wochen abzuschließen – zumindest im Sommer, wenn die Kinder Ferien haben.“ Weiter beschreibt sie, wie abwechslungsreich und vielfältig die Arbeit in der Marktforschung ist – von der Psychologie, wenn es um Tiefeninterviews geht, über die Moderation von Gruppendiskussionen sowie Statistik bei großen quantitativen Befragungen und das für immer wieder unterschiedliche und neue Themen. „Um hier am Ball zu bleiben, bin ich im Berufsverband sehr aktiv und tausche mich regelmäßig mit den Kolleginnen und Kollegen aus. Das ist wichtig, denn in dieser Branche tut sich ja auch sehr viel“, beschreibt Andrea Katz ihr ehrenamtliches Engagement.

Warum sich Frau Katz selbständig gemacht hat, ist einfach zu beantworten: Nach der Geburt ihrer ältesten Tochter wollte Sie von zu Hause aus Arbeiten, um eben Familie und Arbeit in Einklang zu bringen. Auf die Frage, was denn die entscheidenden Eigenschaften einer Unternehmerin seien, antwortet Andrea Katz knapp aber eindeutig: Begeisterung, Kompetenz, die Fähigkeit zu Kommunizieren und zu Netzwerken sowie Durchhaltevermögen. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!

Lotto spielen oder ein Banküberfall kam nicht in Frage

Seit ganzen 52 Jahren ist Wiestaw Kramski nun berufstätig – „aber immer noch mit derselben Frau verheiratet“. Er grinst. Sein trockener Humor kommt bei den Schülern und Schülerinnen an, sein Lebenswerk beeindruckt. Nach dem Besuch der Volksschule stand ursprünglich mal eine „einfache Lehre“ in seinen Planungen, doch bereits mit 17,5 Jahren, nach der Gesellenprüfung, packte den Jungen aus eher armen Verhältnissen der Ehrgeiz: Seine Kinder sollten es später einmal besser haben. „Lotto spielen oder ein Banküberfall kam nicht in Frage“ und auch die kurzzeitig angedachte „Schießbude auf der Kirmes“ konnte<s>n</s> ihn nicht begeistern – er wollte sich selbständig machen!

Nachdem er in einem Pforzheimer Betrieb einige Erfahrungen als Konstruktionschef – später auch im Verkauf von teuren Werkzeugmaschinen – gesammelt hatte, gründete Kramski 1978 schließlich seine eigene Firma. Die finanzielle Basis hierfür legte der Gründerwettbewerb „Machen Sie sich selbständig“ der Zeitschrift „Capital“, der vom Sparkassenverband finanziert wurde: Mit seinem Start-Up gewann er 30.000 DM, er fand einen Geschäftspartner und die Arbeit konnte beginnen. Heute, gut 36 Jahre später beschäftigt die Firma Kramski knapp 680 Mitarbeiter in ihren Werken in Deutschland, Indien, Sri Lanka und den USA – und bildet sie auch selbst aus (derzeit sind es 48 Auszubildende in Deutschland und in Sri Lanka). Außerdem, so erwähnt Wiestaw Kramski, wird die Technik des kostenlosen W-Lan-Netzes in Pforzheim von der Firma Skytron bereitgestellt. Die Familie Kramski ist Mehrheitsgesellschafter dieses Unternehmens und hat die Gründer über zehn Jahre darin unterstützt, diese Technik marktfähig zu machen.

Wie es bei all dem „Stress“ mit der Freizeit aussieht? „Ich arbeite fast 60 Stunden die Woche. Urlaub habe ich aber nicht nötig, da ich sowieso oft auf Reisen bin und eigentlich empfinde ich für mich persönlich Urlaub eher als Zeitverschwendung“, sagt der Mann, der seine Arbeit als Berufung sieht und sichtlich gut mit der Familie unter einen Hut bekommt. „Die ganze Familie ist involviert. Das hält uns noch mehr zusammen.“

Auch für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler hat er noch einige wegweisende Tipps parat. „Man muss dauernd lernfähig sein,“ so will er die Jugendlichen motivieren. Und: „Mein Wort ist mehr wert, als meine Unterschrift!“ Er appelliert an ehrliche und fleißige Arbeit.

Zu guter Letzt gibt er noch Worte von sich, die man von Herren aus dem technischen Bereich vielleicht nicht unbedingt erwartet, weshalb sie die Schüler umso mehr beeindrucken: „Leute mit lauter 1ern brauche ich nicht! Ich würde jedem raten, zuerst eine Lehre zu machen, bevor es auf die Uni geht.“ Einige Schüler blicken fast erleichtert und lächeln. Wir auch.

Philipp Schetter