Mobbing-Prävention

Zu Beginn des Schuljahres sagte eine neue Fünftklässlerin: „Hier an der Schule gibt es doch kein Mobbing, oder?“ Die Wahrheit darf nicht verschwiegen werden: auch bei uns gibt es Mobbing. Es kommt immer zu Mobbing, wenn Menschen in Gruppen zusammengewürfelt werden, die sie sich nicht selbst aussuchen, und selbst wenn sie sich diese aussuchen, kommt es dazu, dass eine Person

„wiederholt, absichtlich und systematisch schikaniert, beleidigt, ausgegrenzt oder verletzt wird durch eine oder mehrere andere Personen über einen längeren Zeitraum“

so die Wikipedia-Definition von „Mobbing“. Doch nur weil das häufig vorkommt, darf man es nicht akzeptieren, und das tun wir am Schiller-Gymnasium nicht.

Wir haben im Laufe der letzten Jahre verschiedene Programme ausprobiert, hauptsächlich das Anti-Mobbing-Konzept nach Dan Olweus sowie „Mobbing und Du“, wurden dabei von der Universität Heidelberg begleitet und zertifiziert, doch ganz überzeugt hat uns keines davon.

Deshalb arbeiten wir nun daran, ein neues Konzept auf die Beine zu stellen, das perfekt zu unserer Schule passt. Die Erfahrungen aus den vorherigen Programmen wollen wir dabei nutzen und anpassen. Auch andere Programme wie „Lions Quest“ evaluieren wir diesbezüglich, um für das Schuljahr 27/28 dann ein passendes Gesamtkonzept zu erarbeiten. Bis dahin nutzen wir natürlich die Erfahrungen aus Fortbildungen, dem kollegialen Austausch und der Praxis. Wir haben ein gemeinsames Vorgehen bei Bekanntwerden von Mobbingfällen und Material zur Prävention und Intervention, das selbstverständlich auch im laufenden Schuljahr genutzt wird. Neben unserer Schulsozialarbeiterin, die individuelle Ansprechpartnerin für die Schüler*innen und Klassenlehrkräfte ist, steht das neue Präventionsteam den Klassenlehrkräften zur Seite. Wir beraten, bieten kollegiale Supervision und stellen durch den Austausch verschiedener Perspektiven ein konsequentes und fundiertes Handeln sicher.

Jannis Seifried, Chris Decker und Josephine Roth können als Team, das dieses neue Konzept entwickelt, auch auf Erfahrungen als Klassenlehrkräfte und Teil der erweiterten Schulleitung zurückgreifen.

Sollte Ihnen Ihr Kind von Mobbing berichten, ermutigen Sie es, auf die Klassenlehrkräfte oder andere Lehrer*innen zuzugehen, denen es vertraut; auch die Schulsozialarbeiterin Frau Stolp kann Ansprechpartnerin sein. Wir geben unser Bestes, Ihr Kind dann bestmöglich und direkt zu unterstützen, zu stärken und das Problem anzugehen und zu meistern.